Was ist Permakultur?

 

Permakultur ist ein Oberbegriff für die Entwicklung und Anwendung von ethisch basierten Leitsätzen und Prinzipien zur Planung, Gestaltung und Erhaltung zukunftsfähiger Lebensräume. Schwerpunkte bilden dabei Nahrungsproduktion, Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer (Infra-)Strukturen. Grundgedanke ist ein Wirtschaften mit erneuerbaren Energien und naturnahen Stoffkreisläufen im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Nutzung aller Ressourcen.

Die wichtigsten dieser ökologischen Gestaltungsprinzipien sind:

  • Anpassung an die natürlichen Faktoren des Standortes und Nutzung des Naturpotentials.
  • Bildung von Kreisläufen zur Stabilisierung des Systems (Energie-, Stoff-, Luft-, Wasserkreislauf).
  • Vielfalt und Vernetzung von natürlichen, funktionalen, gesellschaftlichen und regionalen Beziehungen.
  • Eigenständigkeit und angemessene Dichte. Die Größe und das Artengefüge von ökologischen Systemen werden von den natürlichen Gegebenheiten bestimmt.
  • Das Prinzip der Mehrfachnutzung entspricht der Energie- und Aufwand sparenden Arbeitsweise der Natur.
  • Partnerschaft: Der zyklische Energie- und Ressourcenaustausch in ökologischen Systemen wird durch umfassende Kooperation aufrechterhalten.